
Wrackplünderungen und Seekriegsgräber
Verunglückte Schiffe waren schon in früheren Zeiten Objekte der Begierde. In den vergangenen Jahrhunderten waren es die gestrandeten Segler und Frachter – der Not gehorchend oder menschlicher Gier folgend.
Nach dem 2. Weltkrieg war es durch die Entwicklung des Tauchsports möglich, auch tiefliegende Wracks zu erreichen. Man muss wohl davon ausgehen, dass es in den ersten Jahrzehnten bei vielen Tauchern keinerlei Hemmungen gab, sich aus den Schiffen zu holen, was nicht niet- und nagelfest war.
Diese Einstellung hat sich erfreulicherweise sehr geändert. Die ganz überwiegende Zahl der Sporttaucher folgt dem Grundsatz: Ein Wrack anschauen, erkunden, ablichten – aber nichts davon entfernen! Dennoch tauchen in den Medien immer noch Berichte über Wrackplünderungen auf. Umso verwerflicher und geradezu kriminell ist es, wenn es sich dabei um Seekriegsgräber handelt!
Hier eine recht eindrucksvolle Dokumentation, was Seekriegsgräber sind: 5030-67cab46747cc1
E. S., März 2025